Jungmotorfahrer

Noch während der Fahrzeugübernahme und unseren ersten Angewöhnungsfahrten im Areal ist es bereits 08.15 Uhr und die 16 Jungmotorfahrer rücken zu ihrem Sektionskurs ein. Unter kundiger Leitung fassen die Jungmotorfahrer die zugeteilten Fahrzeuge, vier fast fabrikneue Mercedes G und vier Duro. Dabei wird grosser Wert auf die sorgfältige Inventarkontrolle und den Marschparkdienst gelegt. Anschliessend können die Jungmotorfahrer auf dem geschlossenen Areal des ALC Manövrier- und Fahrübungen absolvieren. Zusätzlich nutzen neun Jungmotorfahrer die Möglichkeit, die Prüfung für die militärische Fahrberechtigung Kat 921 zu absolvieren.

Am Vormittag bin ich mit der Gruppe mit den leichten Fahrzeugen auf der Strecke. Mit einem Mercedes G inkl. Anhänger, einem Sprinter Bus und zwei Duro sind wir rund um den Bachtel unterwegs. Dabei gab es auch anspruchsvollere Abschnitte mit engen und steilen Kurven zu passieren. Der Vormittag vergeht wie im Flug und um 11 Uhr treffen wir uns wieder im ALC Hinwil mit den Kameraden, welche mit den Lastwagen ihre Vormittagsstrecke im Raum Oetwil-Forch-Gossau absolviert haben. Ein Steyr 6x6 musste an der Abschleppstange zurück nach Hinwil gebracht werden, da der Motor nicht mehr laufen wollte. Zum Glück hatte die Kursleitung noch Ersatzfahrzeuge bereit.

Nun werden die Lastwagen im Übungsgelände parkiert und alle Kursteilnehmer werden mit dem Sprinter Bus und den Duros zu Diggi's Bauernhof gefahren, wo das Mittagessen für uns bereit war.  Unsere Sekretärin und Köchin Brigitte hat für die fast fünfzig Teilnehmer Gehacktes mit Hörnli und Apfelmus sowie Salat zubereitet. Auch ein grosses Kuchenbuffet fehlte nicht. Besten Dank für die supergute Mittagsverpflegung!

Am Nachmittag bin ich als Beifahrer mit den grossen Lastwagen unterwegs. Die Strecke führt uns über Wald und Neuhaus um den Obersee zum ersten Fahrerwechselplatz in Pfäffikon SZ. Dann geht es den Berg hoch über Biberbrugg auf den Ratenpass. Leider ist hier für ein Iveco Trakker die Fahrt vorerst zu Ende: Der Iveco will keine Gänge mehr einlegen und nicht mehr schalten. Die Diagnose: Am Steuerventil zur Kupplungsbetätigung fehlt eine Schraube, sodass Luft entweicht. Der Gruppenchef handelt richtig und kontaktiert über die Notrufnummer die Militärpolizei, welche einen Pannendienst aus der Region aufbietet. Eine passende Ersatzschraube hatte er nicht dabei, sodass er in seine Garage zurückkehren musste, bis die Reparatur vor Ort möglich war. Inzwischen war die Zeit soweit fortgeschritten, dass wir direkt via Seedamm nach Hinwil zurückkehren mussten und trotzdem fast als Letzte auf dem Platz waren, um das Fahrzeug aufzutanken und zu waschen.

Und dann war noch der Abschleppdienst da, welcher unseren 1-Achs-Anhänger mit blockierten Bremsen zurück ins LogCenter brachte.

Die übrigen Lastwagen konnten die Fahrt dem Ägerisee entlang Richtung Einsiedeln fortsetzen. Dann folgte die Bergstrecke über die Sattelegg. Die engen Wendeplatten bei der Talfahrt ins Wägital verlangten volle Aufmerksamkeit und Konzentration von Fahrer und Beifahrer. Nach 17 Uhr waren die meisten Fahrzeuge zurück in Hinwil und die Teilnehmer konnten entlassen werden.

Dass wir an diesem Tag drei Pannenfahrzeuge hatten, ist schon bedenklich. Dabei zählen wir doch auf eine Armee, welche einsatzbereit ist!

 

Danke für den interessanten Anlass

Adj Uof André Perret