Geschichtliches

Die General Dynamics European Land Systems – Mowag GmbH (bis 31. März 2010 Mowag GmbH, bis 2004 Mowag AG) ist ein Schweizer Hersteller von Spezialfahrzeugen in Kreuzlingen/TG und stellte früher vorwiegend zivile Fahrzeug her. Seit 2003 gehört es zum amerikanischen Rüstungskonzern General Dynamics und ist auf Radpanzer spezialisiert.

Die Mowag GmbH (Motorwagen-Fabrik) hat ihre Wurzeln im Karosseriebauunternehmen Seitz, welches in Emmishofen/TG (1905–1930) Aufbauten für Personenwagen vornehmlich deutscher Herkunft, Nutzfahrzeuge und Busse herstellte. 1947 ging daraus die Mowag AG hervor (1950), deren Vizepräsident und geschäftsführender Direktor Walter Ruf (1903–2002) wurde. Dieser übernahm kurz darauf einen Teil des Unternehmens, was bereits 1951 zu einer Umbenennung in Mowag Seitz & Ruf AG führte. Nach der vollständigen Übernahme durch Ruf wurde der Name 1954 in Mowag Motorwagenfabrik AG abgeändert.

Die Motorenwagenfabrik MOWAG (Schweiz) machte sich einen internationalen Namen als führender Hersteller von Truppentransportern und anderen Spezialfahrzeugen.
Allen voran sind in diesem Zusammenhang die PIRANHA-Fahrzeuge zu nennen, die erfolgreichsten geschützten Radfahrzeuge des Westens, die derzeit bei über 20 Armeen weltweit im Einsatz sind. MOWAG wurde im Juli 2004 in die GDELS-Gruppe eingegliedert.
Der andere Fahrzeugspezialist in der Gruppe ist Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeuge (Österreich).
Ein weiteres Mitglied der Gruppe ist die EWK Eisenwerke Kaiserslautern, die bei ihrem Erwerb durch die Gruppe im Oktober 2002 zu General Dynamics European Land Systems-Germany umbenannt wurde.

Anlass des MVZO

Die Fahrt startete im ALC Hinwil und führte uns nach Bürglen/TG, zum MOWAG Testgelände, wo wir von Mitarbeitern der MOWAG bereits erwartet wurden.

Natürlich fuhren wir mit dem Oltimer-Bus über Land und so konnten alle Teilnehmer die herrliche Fahrt bei schönstem Wetter ausgiebig geniessen. Nach unserem Eintreffen auf dem Testgelände der GDELS MOWAG wurde uns zunächst das Unternehmen vorgestellt. Es war interessant zu hören, welch erstklassige Fahrzeuge MOWAG GmbH herstellt. Der Piranha gilt als qualitativ weltbester „Radschützenpanzer“. Dieser ist ein Meilenstein des Unternehmens und zeigt auch den internationalen Erfolg der Firma.

Die Fahrzeugvorführung (Piranha III 8x8) demonstrierte dies eindrücklich. So überquerte er ein zwei Meter grosses Loch und zeigte mittels ABS seine Spurtreue auch auf der Aquaplaningpiste. Er meisterte mühelos, trotz hohem Schwerpunkt, eine 40-Prozent-Schräglage sowie eine imposante Steigung von 60 % – mit Zwischenstopp in der Steigung. Mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h bretterte der Piranha über eine definierte NATO-Buckelpiste, was einigen Teilnehmern nasse Hosenstösse bescherte. Diese Piste simuliert die Fahrzeugbelastung einer 50 Kilometer Geländefahrt. Der Piranha III tauchte in einen Wasserkanal ein, startete seinen Propellerantrieb und durchschwamm den Kanal mit 10 km/h. Durch die vorgeschobene Bugwelle/Wasserwelle wurden auch dieses Mal wieder einige Schuhe nass.

Zum Abschluss lud die GDELS MOWAG die Teilnehmer zu einem Apéro ein. Die Teilnehmer tauschten sich mit der Geschäftsleitung rege über das Gesehene und Erlebte aus.

Ein wirklich gelungener Anlass mit positivem Feeback der MVZO-Teilnehmer.

Ernst Zollinger